LoRa Direct
LoRa Direct nutzt das standardisierte LoRa-Kommunikationsprotokoll. Durch feststehende Kommunikationsparameter (Spreadingfaktor, Codierung, Bandbreite, Frequenz) können Geräte direkt miteinander kommunizieren — ohne Netzwerkserver, Netzwerkinfrastruktur oder Gateways.
Bei Aqua-Scope wird LoRa Direct genutzt, um sicher und netzwerkunabhängig zwischen Sensoren und Absperrmotoren zu kommunizieren — dank der LoRa-Funktechnologie auch zuverlässig bei ungünstigen Funkbedingungen (z. B. mehrere Geschossdecken, Stahlbetonwände, tiefe Keller).
Funkparameter
Alle Aqua-Scope LoRa-Direct-Geräte verwenden identische Parameter, damit sie sich ohne Konfiguration finden:
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Frequenzband | EU868 |
| Spreadingfaktor | SF9 |
| Codierung | 4/5 |
| Bandbreite | 125 kHz |
Daisychain-Protokoll
LoRa Direct verwendet das gleiche Daisychain-Protokoll wie LoRaWAN. Damit lassen sich mehrere Befehle in einer einzelnen Funknachricht hintereinander verketten. Die detaillierte Befehlsreferenz (Uplinks, Downlinks, Sensortypen, Daisychain-Format) ist im LoRaWAN-Handbuch dokumentiert:
Abgrenzung zu LoRaWAN
| LoRa Direct | LoRaWAN | |
|---|---|---|
| Netzwerkinfrastruktur | nicht erforderlich | Gateway + Network Server erforderlich |
| Reichweite | Gerät ↔ Gerät | Gerät ↔ Gateway (oft größer) |
| Cloud-Anbindung | nein | ja (über LNS) |
| Einsatz bei Aqua-Scope | Sensor ↔ Absperrmotor | Anbindung an LoRaWAN-Netze (z. B. TTN) |
Für jedes LoRa-Direct-Gerät gibt es auch ein entsprechendes LoRaWAN-Gerät, das in einem LoRaWAN-Netz betrieben werden kann. Siehe Produktkategorien LoRa Direct und LoRaWAN.